Interviews und Roadtrip

Mittwoch, 21.05.2014

Hallo zusammen,

nach längerer Zeit melden wir uns wieder zurück!

Nach dem Holy- Hipster Festival haben wir uns wieder fleißigst der Arbeit gewidmet. Ok, zwischendurch waren wir noch in einer echten Township mit Philile, unserem Zulu- Mädel, das uns dorthin zu einem richtigen Braai (so nennt man hier BBQ) entführt hat! Wir waren begeistert! Im Laufe des Abends haben sich noch eine ihrer vielen Cousinen und ihr Freund zu uns gesellt, mit denen wir am Ende in der Florida Road in einer mexikanischen Bar gelandet sind. Aber das nur am Rande^^

Am Freitag, den 2. Mai, sind wir um 8:00 Uhr wieder mit unserer altbekannten Taxifahrerin Virginia nach Verulam zum Büro von Kamal gedüst und waren wie üblich wieder ein bisschen zu früh dran. Kamal weiß das inzwischen und war auch früher dran und so waren wir noch vor 9:00 Uhr in unserm Projektgebiet. Kamal hat uns hingefahren und uns dort Xolani vorgestellt, der, wie wir mittlerweile wissen, so eine Art Sprecher der Community dort ist und so ganz nebenbei auch ANC- Mitglied.

Ein wichtiger Ansprechpartner für die Leute vor Ort also, das hat man ganz schnell gemerkt. Wir wurden in seiner Begleitung überall herzlich empfangen, durften mit ihm die Häuser der Familien betreten und die Leute haben größtenteils sehr offen und ehrlich (jedenfalls hat es so gewirkt) geantwortet.

Die Interviews waren sehr interessant, aber ich würde sagen wir waren mehr von den Lebensumständen beeindruckt, als von dem was gesprochen wurde, da wir viele Dinge schon wussten oder erschlossen hatten. Dass allerdings 11 Menschen auf einer Wohnfläche von 40qm wohnen können, hatten wir nicht im Kopf. Ihr könnt euch das jetzt mal versuchen vorzustellen und glaubt uns, ihr könnt es eigentlich nicht.

Wenn man da mal mitten drin sitzt, unter unzähligen Kleinkindern, jungen Müttern (wir reden so von 17-20 Jahre alt) und Chaos aus Kleidung, Schlafutensilien, Packungen mit Essen, Möbeln die alle nicht zusammenpassen bzw. alt sind und kaum ausreichend, gepaart mit dem Geruch und den Erzählungen der Menschen, haut es einen vor lauter Eindrücken fast um.

Trotz dieser Umstände sind viele Menschen freundlich und dankbar. Andere wollen mehr und möchten ihre Umstände nach wie vor irgendwie verbessern. Manche Frauen wirken sehr eingeschüchtert, wir sind uns da auch nicht ganz sicher, in wieweit Gewalt eine Rolle spielt. Alles nur Mutmaßungen, aber in dem ein oder anderen Fall wirkte es sehr so. Überhaupt sehen wir viele Frauen, wenige Männer!

Man könnte so viel erzählen, aber manche von euch werden sich das dann in live anhören müssen, von daher fasse ich mich mal kurz^^

Nach sage und schreibe 9 Interviews sind wir erschöpft, aber auch Xolani, unser Übersetzer und Helfer. Wir entschließen, dass das fürs erste Mal reicht und versuchen, ein Taxi zu ordern, was uns nur mit Xolanis Hilfe gelingt, da diesen Ort kein Taxifahrer der Welt zu kennen scheint und müssen letztendlich eine Stunde warten.

Deswegen beschließen wir, entgegen dem eigentlichen Plan, nochmal ins Hostel zu fahren, gleich zum Flughafen zu fahren und auf unseren Besuch zu warten.

Leider hat deren Flug eine Stunde Verspätung, und so schlagen wir uns 3 Stunden am unfassbar runtergekühlten Flughafen King Shaka um die Ohren, was einen Pullikauf nach sich zieht um die Temperatur einigermaßen zu ertragen.

Unser ziemlich erschöpften Besucher und wir ziemlich erschlagenen Beinahe- Durbaner schnappen uns dann den Airport- Express und gegen 19:00 Uhr kommen wir wieder im Happy Hippo Hostel an, wo wir neugierig wieder empfangen werden und in unsere neuen Zimmer ziehen.

Die 3 Tage in Durban vergehen wie im Flug, irgendwie sind alle erschöpft von dem langen Freitag, es wird also lange geschlafen, spät gefrühstückt und gemütliche Dinge wie ein Besuch am Strand oder im Aquarium werden unternommen.

Natürlich wird auch das Restaurant neben dem Haiaquarium getestet und wir sind sehr begeistert, allerdings beinahe mehr von dem Strauß auf unserem Teller als dem Hai im Aquarium ;-)

Die Moyobar, die auf einem ins Wasser gebauten Steg liegt und einen wunderbaren Blick auf Durbans nächtliche Skyline bietet, sieht uns in diesen Tagen auch gleich zweimal;-)

Dienstag Morgen geht es dann früh los, um 6:00 Uhr holt uns der Airportshuttle ab und gegen 9:00 Uhr starten wir mit dem gemieteten Honda SUV im Linksverkehr Richtung Ermelo, unserem ersten Zwischenstop.

Die von Potholes durchsiebten Land- und Bergstraßen machen die Fahrt zu einem sportlichen Erlebnis und so kommen wir nach 550 km etwas k.o. in Ermelo an. Ermelo gefällt uns allen nicht, und wir schmieden schon da Pläne, dieses Kaff evtl auf der Rückreise auszulassen. Die Buren sind hier gefühlt noch recht präsent und insgesamt ist die Atmosphäre irgendwie nicht so toll, wenn da überhaupt eine war^^

Aber das Abendessen bei Nando, einem Fastfood- Inder, der aber eigentlich gar nicht so schlecht ist wie wir finden, schmeckt uns trotzdem.

Am nächsten Tag starten wir aus einem nebelverhangenen und saukalten Ermelo in Richtung Sonne und haben eine wunderbare Reiseroute, größtenteils entlang der Panoramaroute, Richtung Blyde River Canyon.

Die Landschaft ändert sich ständig von wunderschöner Berglandschaft mit natürlicher, gewohnt afrikanischer Vegetation zu Monokulturen aus Kiefern und Gumtrees, was wir jetzt nicht sooo schön finden, aber auchAnbaugebiete von Zitronen und ähnlichem durchqueren wir auf unserem Weg.

In unserer Lodge angekommen, sind wir erstmal begeistert!

Wunderhübsches Ferienhäuschen mitten im Nirgendwo, dafür nur 15 Gehminuten von den Berlin Falls (jaa, die heißen wirklich so, wie André meinte eigentlich ein ziemlich makaberer Name^^ denkt mal drüber nach), welche ca. 80 Meter in die Tiefe stürzen und schon ziemlich spektakulär sind.

Da Haus im Kolonialstil mit gemauertem Holzkohlegrill draußen, offenem Kamin drin und sehr gepflegtem und blühendem Garten überzeugt uns sofort und wir fühlen uns sehr wohl.

Nach einem riesen Einkauf von André und Lui im Spar in Graskop sind wir erstmal bestens für so einige Grillabende und Wein- vor dem Kamin Abende ausgestattet.

So in etwa läuft unser Aufenthalt dort dann auch ab, wir faulenzen, frühstücken spät bzw noch später in unserem Garten in der Sonne, fahren die wirklich spektakulären Natursehenswürdigkeiten ab und genießen die ländliche Ruhe.

Einen Ausflug in den Krüger- Nationalpark unternehmen wir natürlich auch, der ist ja nur einen Katzensprung entfernt von unserem Quartier!

Neben unzähligen Impalas, die hier etwas moderner als in Tansania zu sein scheinen, denn es gibt sowohl reine Männergrüppchen, als auch gemischte und nicht nur den klassischen Fall, ein Mann, viele Frauen, treffen wir auch auf Giraffen, Affen, Warzenschweine (PUMBA), Nashörner, Hippos, Krokodile, viele verschiedene Vögel, Kudus, Büffel und viele mehr! Zum Abschluss des Tags treffen wir kurz vor unserm Gate nach draußen nochmal auf einen riesigen Elefanten, der ziemlich breit die Straße entlang spaziert. Wir Mädels überlegen, ob man an so einem Vieh vorbei fahren kann und sind nicht überzeugt, während unser Jungs im Auto plötzlich der Mut (oder Übermut?) packt und die sich ganz sicher sind, dass das geht.

Im Moment des Zögern gesellt sich das Auto hinter uns neben uns und informiert uns darüber, dass es sich bei diesem Elefanten ziemlich sicher um einen angriffslustigen Bullen handelt (identifiziert anhand der verschieden langen Ohren^^), der schon ein paar Autos auf dem Gewissen hat, unter anderem einen „Volkswagen“.

Na dann ;-)

Wir nehmen den anderen Weg zum Gate ;-)

Nach noch einem gemütlichen Tag mit Wasserfällen und Baden im einem davon starten wir am 11. Mai wieder Richtung Durban. Auf dem Weg lassen wir es uns nicht nehmen, God’s Window, the Pinnacle und die Mac Mac Falls noch anzuschauen, wobei sich alles absolut gelohnt hat, aber ihr könnt euch ja die Fotos ansehen!

   

Nach einem Stopp in Graskop, mit lecker Pancakes und einer Hotelbuchung ins Blaue für den Abend fahren wir schließlich nach Pongola, unserem Ermelo- Ersatz.

Nachdem wir keine Ahnung haben, was wir eigentlich gebucht haben (musste schnell gehen und hatten schlechtes Internet) kommen wir an einem imposanten Tor mit Wachmann an und beginnen uns zu fragen, was uns eine Nacht wohl kosten wird^^

Die kilometerlange Zufahrt (zwar mehr Schotterweg u ganz schön steil teilweise) verstärkt dieses Gefühl und nachdem sich bei dann bei unserer Ankunft herausstellt, dass es nur 10 Zimmer gibt, werden wir ein bisschen nervös.

Aber es ist dunkel, an eine Weiterreise daher nicht zu denken und so stellen wir uns der Rechnung^^die dann wirklich nicht so schlimm ist, Nebensaison und starkem Euro sei Dank!

Wir genießen also einen Abend in einer Private Game Reserve Lodge, mal ganz anders, und vor allem dann den phänomenalen Ausblick auf einen Fluss und die Außendusche am nächsten Morgen.

Bei der Abfahrt treffen wir noch eines der Zebras und starten dann zügig Richtung Monkey Bay in Ballito. Auf der Fahrt haben wir noch ein brenzliges Zusammentreffen mit einer suizidgefährdeten Ziege, die unser Hupen dann zum Glück doch ernst nimmt und sich selbst von der Fahrbahn rettet.

In Monkeybay beziehen wir unsere Zimmer, diesmal ganz anderer Stil, sehr bunt und kreativ, und lassen die Jungs dort zurück und machen uns auf zum Einkaufen und Auto-Zurückbringen. Abends kehren wir erschöpft zu den bereits Whisky trinkenden Männern zurück^^

Die nächsten Tage sind geprägt von Strand, hohen und sehr sehr starken Wellen, Grillabenden, Wein und Microlightflights. Also einer für jeden^

Schaut euch einfach die Bilder an!

Damit ist unser Roadtrip auch schon wieder vorbei, wir kehren Freitag Morgen mit den Jungs ins Happy Hippo zurück, von wo aus wir besser arbeiten und uns besser bewegen können.

Nach einem Besuch bei den Dangerous Animals, einem Indischen Essen und einem Abstecher an den Strand fahren wir mit den beiden noch zu Flughafen und die Verabschiederei geht wieder los!

Zurück im Happy Hippo fühlen wir uns aber wieder fast wie daheim und bereiten noch unsere Unterlagen für die Interviews am nächsten Tag vor und gehen früh schlafen.

Soweit unsere kleine Reise :-)

 

 

 

 

Holy Holi?

Donnerstag, 01.05.2014

Holy Holi? Oder da hopst er der Hipster!

Fast überall auf der Welt wird das sogenannte Holi-Festival gefeiert, was seinen eigentlichen Ursprung in Indien hat. Während dieses Fests bemalt man sich in Indien mit Farbe oder bewirft sich mit Farbpulver, zudem scheinen in dieser Zeit alle Unterschiede zwischen den einzelnen Kasten, zwischen Geschlechtern und Alter aufgehoben zu sein. Das Fest steht für den Sieg des Guten über das Böse und für den Neuanfang. Hier auf dem Holi in Durban können wir das Ganze nicht bezeugen. Auf dem Festival, welches am Stadtstrand von Durban stattgefunden hat, waren eigentlich fast nur Weiße anzutreffen. Zudem waren die Ticketpreise nicht gerade günstig, vor allem für das hier anzutreffende Einkommensverhältnis. Schon auf dem Hinweg, sahen wir einige Schwarze vor der Festival-Area tanzen, ein prollig gekleideter Schnösel passierte diese und sagte „ Hey it’s like window-shopping“ Für uns eine sehr unverschämte Aussage. Naja trotzdem wollten wir uns das Ganze mal anschauen. Die Area ist recht nett gestaltet und die große Leinwand, auf der zur elektro-Musik passende stumpfsinnige und einfache Formen gezeigt werden, ist umgeben von lauter hopsenden Hipstern. Wobei sie noch nicht mal so viel hopsten, sondern sich eher mega cool in der elektronischen Musik wogen. Weil jeder muss hier natürlich äußerst individuell richtig cool wirken. Die Leute merken in unseren Augen aber leider gar nicht mehr, dass es nicht cool ist auf einem Festival zu sein, was für die Bewohner Durban nicht unbedingt zugänglich ist. Sie merken auch nicht, dass sie ihre Individualität durch diese enorme Anpassung an eine Gesellschaft für die Aussehen, Coolness, Image und oberflächliches Verhalten das wichtigste ist, völlig verloren haben. Die Musik trägt für uns persönlich auch zur Verdummung bei aber das ist dann doch wohl mehr Geschmacksache als darüber zu urteilen Jedenfalls haben wir uns unsere 2 kostenlosen Farbbeutel geholt und uns ordentlich mit Farbe beworfen und waren bestimmt dabei richtig cool Bald haben wir uns dazu entschlossen die Hipster doch lieber wieder alleine hopsen zu lassen und sind auf unsere geliebte Dachterrasse gezogen. Hier haben wir 2 Mädels aus Durban kennengelernt, die uns zu einem BBQ in einem Township eingeladen haben. Dort werden wir am Mittwoch hingehen und euch ausführlich berichten! Wir freuen uns schon sehr! Also denken wir „selten ein Schaden ohne einen Nutzen“ Hier eine kleine Impressionen vom Hipster Hopster Event:

Observation

Mittwoch, 30.04.2014

Tatsächlich – unser Thema im Trenance Park steht!

Unsere tief verankerten geographischen Kenntnisse haben uns schließlich dazu verholfen unser Thema endgültig festzulegen. Eines Nachmittags bei dem Genuss des 2. oder 3. Instant-Kaffees kamen uns wieder die Sozialgeographen der Münchener Schule, welche die Theorie der 7 Daseinsgrundfunktionen entwickelt haben, in den Sinn. Ja puh 7 Daseinsgrundfunktionen das klingt jetzt alles sehr pseudo wissenschaftlich, es ist aber eigentlich ganz simpel. Es gibt 7 Funktionen nämlich Wohnen, Arbeiten, Erholung, Soziale Interaktion, am Verkehr teilnehmen, Bildung und Ver- und Entsorgen. Diese Funktionen sollten jedem Menschen ermöglicht werden und damit in jedem Siedlungsraum vorhanden sein. Zudem sollten diese Funktionen nachhaltig sein, um diese auch anderen Generationen zu gewährleisten Gut das die Sozialgeographen von damals das so festgelegt haben, denn jetzt nutzen wir diese Theorie und sagen schlicht diese Funktionen sollen auch in unserer aufgewerteten informellen Siedlung Trenance Park 2B erfüllt werden.

Wir untersuchen damit im Trenance Park 2B + Umfeld (Radius max. 1km)

- Werden die 7 Funktionen überhaupt erfüllt

- Wo werden diese Funktionen erfüllt (räumliche Verortung)

- Wie sind denn eigentlich diese Funktionen (Qualität, Nachhaltigkeit, Zufriedenheit der Einwohner…)

Für uns ist dies ein spannendes Thema, was vor allem praxisorientiert ist, konkret Probleme sowie Mängel deutlich macht und auch den ganzen Upgrading Prozess bewertet. Kaum haben wir grünes Licht von unserem Supervisor in Germany so düsen wir auch schon mit Albert, einem netten Taxifahrer, für eine Observation (Kartierung) in unser Projektgebiet. Ausgestattet mit Karten von großmaßstäblich bis detailgetreu, Kartierungsbogen und Kameras sitzen wir erwartungsvoll auf der Rückbank. Dort angekommen, tuckert Alber mit gemütlichen 20 km/h durch die Straßen unseres Kartierungsgebiets (was übrigens sehr hügelig ist) und wir nehmen alles auf, was unsere geschulten geographischen Augen entdecken können: Wir sehen Privatschulen und reiche Häuser (oben auf dem Hügel), gleich in der Nähe von den informellen Siedlungen (eher unterhalb der Hügel). Täglich laufen einige der Bewohner der informellen Siedlung den Hügel hinauf, weil sie dort als Bauarbeiter oder Gartenpfleger… Arbeit finden können. Wir kartieren viele Tuck-Shops (vergleichbar mit einer Mischung aus Kiosk und Tante-Emma-Laden bei uns) aber nur einen richtigen Supermarkt in einem Radius von ca. 1 km um unser Projektgebiet herum! Es gibt hier 4 Schulen und auch einen großen Sportplatz. Zudem sehen wir viele andere RDP Häuser (das sind die Häuser, die im Zuge des Upgrading Prozess gebaut werden), die aber oftmals schon sehr heruntergekommen wirken und im Vergleich zu den Häusern in unserem Gebiet auch keine Farbe haben. Das ganze Umfeld wird überwiegend von Indern und vor allem eher auch armen Indern bewohnt. Doch man kann sagen, dass hier viel dafür getan wird, die informellen Siedlungen abzuschaffen und den Leuten ein neues Zuhause zu geben. Was uns hier jedoch vor allem fehlt sind Einzelhandel, Öffentlicher Personen Nahverkehr und Arbeitsplätze. Die ganze Gegend ist sehr grün und wirkt damit eigentlich sehr freundlich. Toll ist auch der grandiose Ausblick auf die Townships von Durban, den man auf dem einen oder anderen Hügel bekommt! Apropos Township: Albert (unser Taxifahrer) berichtete uns, dass gerade viele weiße und Inder in die ärmeren Townships ziehen und die schwarze Bevölkerung in die reicheren. Dies kann man sicher nicht pauschalisieren, aber ist dennoch hier und da bestimmt eine interessante und fragwürdige Entwicklung. So genug gequasselt nun könnt ihr euch gerne wieder selbst ein Bild von dem Gebiet machen:

 

ältere RDP Häuser Unser Untersuchungsgebiet

Am Freitag haben wir wieder ein Treffen mit Kamal, er will uns an den Construction Manager weiterleiten, der wiederum die Interviews mit den Bewohnern von Trenance Park 2B mit uns durchführen will! Wir freuen uns sehr und sind nun gespannt, was uns die Bewohner der Trenance Park 2B Siedlung am Freitag erzählen werden. Erst dann können wir das alles vollständig bewerten. Wir halten euch auf dem Laufenden!

 

SANIPASS

Dienstag, 29.04.2014

Schnee in Afrika!Ja man glaubt es kaum und wir haben es auch erst nicht geglaubt, was sich an unserer sommerlich gestimmten Kleidung bemerkbar macht (siehe Fotos). Aber nun erstmal wie sind wir denn zum Schnee überhaupt gekommen? Dies ist eigentlich recht simpel man gehe zu unserer immer nett besetzen Rezeption im Happy Hippo und buche eine Tour zum Sani-Pass, der den Enklaven-Staat Lesotho mit Südafrika verbindet und bis auf 3000 m führt!

Am nächsten Morgen um 5:30 Uhr (ja das war echt früh, vor allem für Lui) steht der gut gelaunte Alfred samt Taxi vor der Tür und fährt uns begleitet von der aufgehenden afrikanischen Sonne in die Drakensberge, genauer gesagt nach Underberg. Ja genau wie der Alt-Herren-Schnaps in Germany! Dort angekommen finden wir es zunächst noch etwas frisch und was sehen wir da in weiter Ferne, auf den Gipfeln der Drakensberge? Schnee! Schnee in Afrika!

Doch ein wunderbarer Cappuccino in einem unglaublich heimeligen Café und die wärmespendende Sonne überzeugen uns davon, dass unser Outfit genau richtig gewählt ist. Schon kommt auch der Fahrer des 4x4 (Vierradantrieb)-wagens angeflitzt und voller Vorfreude auf den 3000 m hohen Pass hüpfen wir in das gemütliche Auto. Wir haben den Namen des Fahrers leider vergessen, so nennen wir ihn jetzt einfach Zulu, da er einen Zulu Namen hatte. Erst ist die Straße noch schön asphaltiert, doch nach wenigen Minuten geht das Geschaukel, was vermutlich dem einer Alten Postkutsche gleicht, los. Wir passieren die Grenze von Südafrika und befinden uns nun den Weg nach oben in staatsfreiem Gebiet. Die Straße ist steinig und steil, doch belohnt wird man die ganze Zeit mit einer atemberaubenden Aussicht! Hier sagen vermutlich Bilder mehr als tausend Worte:

 

Wir kommen nun auf knapp 3000 m an und sehen den höchsten Pub Afrikas! Ein Stück weiter passieren wir die Grenze nach Lesotho. Hier oben ist eigentlich nichts außer ewige Weite und raues Klima! Und wir sind unseren weißen Berggipfeln nun ganz nahe! Mit Zulu fahren wir in ein Lesotho Dorf (14 Einwohner) und sehen wie die Leute hier wohnen.

Es ist ein sehr sparsames und einsames Leben ohne Wasser, Strom, Internet, Handyempfang usw. Wir dürfen eine typische Rundhütte betreten, bekommen hausgemachtes sehr leckeres Brot und Zulu erzählt uns einiges über die Kultur in Lesotho, während immer wieder die gackernden Hühner in die Hütte flattern. Die Leute leben hier von Verkauf von Schafswolle, Ziegen und handgemachten Dingen wie Schmuck und Schalen. Zudem gewinnt Südafrika Großteile des Wassers aus den Drakensbergen, somit schützen die Einwohner Lesothos das Wasser und stellen dieses bereit, wofür sie Geld bekommen. Nach diesem spannendenden Besuch sind wir richtig hungrig, kein Wunder unsere letzte Mahlzeit ist auch schon etwas zu lange her. Wir werden von Zulu über eine „Art Straße“ durch die Heidenlandschaft zum höchsten Pub von Lesotho gefahren.

Hier sind wir die einzigen Gäste, schaut man aus dem Fenster sieht man Berge, Heidekräuter, ein paar einsame von Decken-umwickelte Menschen die ein paar einsame Schäfchen leiten und sonst einfach nichts. Im Pub, der gleichzeitig ein Hostel ist, ist es nicht gerade warm, aber das Essen ist gut Nun heißt es Abschied nehmen von Lesotho. Auf dem Weg zur Grenze nehmen wir ein junges Mädchen mit, was ihren Boyfriend sehr vermisst und diesen gerne anrufen mag was aber leider ohne Handynetz nicht funktioniert. So setzt Zulu sie an der Grenze zu Südafrika ab, damit es ihr hoffentlich bald besser geht. Wir dürfen noch am höchsten Pub von Südafrika ein paar schneidige Fotos schießen und dann rattern wir das ganze wieder runter. Es hat uns beiden sehr gut gefallen und kaum unten angekommen fallen uns schon die Augen zu, vor lauter neuer Eindrücke und natürlich auch dem frühen Aufstehen!

Wir verlassen Underberg und Alfred bringt uns sicher wieder zurück nach Durban! Schön war der erste Schnee in Afrika!

 

Ostern..

Mittwoch, 23.04.2014

Hallo daheim!

Um die Frage nach der Arbeit- Vergnügen Verteilung zu beantworten:

Wir saßen die kompletten Osterfeiertage im Hostel und haben von früh bis spät an unseren Unterlagen gearbeitet! 

Und das bei 29°C! Nicht so leicht, aber wir sind ja schließlich hochmotiviert!

Unser Highlight war dann die Kaffeepause mit frischem Obst^^ auf der geliebten Dachterrasse!

Wir hatten aufgrund der neuen Infos von Kamal ja leider mit einer Themenneufindung zu kämpfen, da die Dinge, die wir eigentlich untersuchen wollten, gar nicht so richtig stattgefunden haben bzw. einfach gar nicht erhebbar waren.

Lange Geschichte, jedenfalls haben wir uns jetz was neues ausgedacht und mussten nur noch unseren Betreuer in München davon überzeugen. Was uns - natürlich - auch gelungen ist^^

Also ich würde sagen, noch ist das Arbeit - Vergnügen Verhältnis ausgeglichen, wobei man sagen muss, dass wir die "Arbeit" ja auch meist genießen^^ meist!

Was wir uns auch gönnen^^, wenn man es denn so nennen kann, aber ich würde schon sagen, ist unsere Jogging- Runde am Strand entlang. Auch wenn sich die Erfolge nicht so schnell wie gewünscht einstellen, es tut uns denken wir schon gut! Da wir ein ganz gutes Laufteam bilden und keiner von uns als erstes aufgeben möchte, ziehen wir immer durch, was wir uns vorgenommen haben, auch wenn wir eigentlich nach der Hälfte schon platt sind^^ Unser Pensum haben wir allerdings auf jeden zweiten Tag verringert, alles andere erscheint uns übertrieben und kontraproduktiv. Und ja, das Jogging- Foto schaut bisschen bescheuert aus^^

               

 Für diese Woche steht einiges an:

Alle Unterlagen nochmal überarbeiten, Skypen mit unserem Betreuer in München und die letzten Fragen klären, wahrscheinlich nochmal überarbeiten ;-), alles ausdrucken lassen, Kamal auf die Nerven gehen, damit unsere Termine klappen, noch Kontakt zu NGOs aufnehmen und dann hoffen, dass wir Ende April die wichtigesten Infromationen haben! 

Am 2. Mai kommen ja schon André und Philipp, bis dahin wollten wir eigentlich die Interviews hinter uns haben - ihr wisst, erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Unsere Reise ist auch schon geplant, es geht mit dem Mietwagen über den Blyde River Canyon zum Krüger National Park und am Rückweg in die Monkey Bay, die liegt etwas nördlich von Durban, an den Strand, ein paar Tage faulenzen :-)

Soweit das Update! :-)

Beste Grüße! :-)

Viele neue Eindrücke für uns...

Freitag, 18.04.2014

Guten Abend ihr alle,

ihr fragt euch bestimmt, warum ihr so lange nichts von uns gehört habt:

Das hat verschiedene Gründe:  Zum Einen hatten wir ganz schön schlechtes Wetter für die Verhältnisse hier und sogar einen Sturm, der uns zwei Tage vom Joggen abgehalten hat. Und das allein sagt ja schon, wie schlimm dieser Sturm war, dass wir sogar das Joggen ausfallen lassen! Zum Anderen mussten wir wirklich viel vorbereiten für unser Treffen mit Kamal am Donnerstag.

Und wer - außer Dani vielleicht- will schon Fotos von Laptopbelagerten Hosteltischen sehen oder lesen, wie wir uns abmühen. Deswegen haben wir euch davon verschont.

Wir wissen, einige von euch werden es sich kaum vorstellen können, aber im Prinzip haben wir von Montag bis Mittwoch durchgerackert und uns vorbereitet, damit wir Kamal auch von der Ernsthaftigkeit unsres Anliegens überzeugen können.

Donnerstag Morgen war es dann soweit: Alle Unterlagen waren ausgedruckt und sortiert im Rucksack verstaut, Aufnahmegerät mit vollen Batterien hatten wir auch eingepackt, ebenso wie Kamera, sowie Block und Stifte.

Um 8:30 Uhr hat uns pünktlichst das am Abend vorher bestellte Taxi abgeholt und uns nach einigen Nachfragen sehr professionell zum Büro von Kamal in Phoenix gebracht.

Dort wirkt die Stadt ganz anders, es sind überall kleine Häuschen mit Garten und auf der Fahrt dorthin fällt wieder einmal auf, wie riesig Durban eigentlich ist. Das liegt auch daran, dass außerhalb des CBD fast ausschließlich ein- oder selten mal zweistöckige Häuser gebaut werden. Im Büro von Kamal angekommen, fällt uns erstmal auf, dass wir doch etwas zuviel Puffer eingebaut haben, wir sind nämlich fast eine Stunde zu früh:-)

Aber: Kamal ist da und so höflich, uns nicht warten lassen zu wollen, so dass sich das als Vorteil für uns herausstellt und wir letzendlich viel mehr Zeit haben. Nach einem mehr oder weniger anstrengendem Gespräch, dass ca 1,5 Stunden dauert und recht informativ ist, will Kamal uns das Projekt, auf das er sichtlich stolz ist, auch in real zeigen. Wir fahren also mit Kamals etwas überdimensionierten SUV zum Trenance Park und schauen uns die ganz neuen Häuser an.

Unser Eindruck: zu kleine Häuser für Großfamilien, die Menschen wirken ein bisschen wie Fremdkörper in dieser Umgebung und ob diese ganze Politik, die hinter dem Projekt steht, wirklich sinnvoll ist, wissen wir auch nicht. Andererseits sagte Kamal, dass die Häuser, sobald eines steht, unverzüglich bezogen werden. Die Menschen scheinen diese Umsiedlungen also schon irgendwie zu wollen, aber klar, wer vorher nicht mal fließend Wasser und Strom hat, ist froh über irgendwas. Die Häuschen sind auch wirklich ganz nett gemacht und man ist schon um eine möglichst gute Ausstattung bemüht. 

Generell haben wir zwei beinahe Stadtplaner Bedenken bezüglich der - Achtung, Unwort- Nachhaltigkeit dieser Maßnahmen, da keine Arbeitsplätze vorhanden und die Menschn größtenteils arbeitslos sind, Einzelhandel existiert auch nicht, da es sich um ein reines Wohngebiet handelt, die Anbindung nach Durban in Form von ÖPNV existiert "natürlich" nicht, die Leute sind einzig auf Minibustaxis angewiesen. Manchmal kommt es auch vor, dass die Menschen ihr Haus weiterverkaufen und wieder in einen Slum ziehen, einfach aus dem Grund, dass sie Geld viel dringender brauchen als eine ordentliche Unterkunft.

Es gibt also vieles zu beachten und die momentane Lösung ist sicher nicht perfekt und löst unsrer Ansicht nach nicht das Problem, da nur Symptome bekämpft werden und nicht die Ursache. Wir denken, es gibt da viel zu tun!

Aber macht euch am besten selbst ein Bild!

 

Nach der Besichtigung hat uns Kamal noch nach Hause gefahren, und wir hatten einen - finden wir- schönen Blick auf Durban :-) den wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten!

Nachdem wir zu unserem Ausflug ins Rutschenparadies keine Bilder hatten, kommen die jetzt mit etwas Verspätung;-) Ebenso unser Outfit- Check vor dem Besuch der Florida Road ;-)

 

 

Geographische Ansichten

Montag, 14.04.2014

Da sich in unserer werten Leserschaft auch einige Geographen und Stadtplaner befinden und wir freundlichst gebeten wurden, die ständig erwähnten Orte der räumlichen Vorstellungskraft wegen doch bitte zu lokalisieren, haben wir fleißigen Geographen gleich eine Karte mit den wichtigsten Punkten erstellt! 

Wir hoffen nun sind alle Unklarheiten bezüglich Distanzen und Lage bestimmter Orte beseitigt :) 

P.S. an Soso bzgl. der Locken:

Die Lui passt sich nur dem Kleidungsstil der 90er Jahre an, da hier ja ständig die Musik dieser wilden Zeit gespielt wird.... Zudem weißt du ja, dass sie es liebt lieber etwas früher aufzustehen, um sich dann noch vor dem Frühstück ausgiebig mit ihren Haaren zu beschäftigen :) Tja was tut Frau nicht alles.....

Blue Bottles und andere Dinge..

Sonntag, 13.04.2014

Geneigte Leserschaft,

schon wieder gibt es Aufregendes zu berichten!

Nach unserer spannenden Stadtrundfahrt am Donnerstag haben wir uns Freitag Mittag mal wieder an den Strand bewegt um uns ein bisschen von unserem Fragebogen zu erholen. Unsere proposals haben wir natürlich vorher brav nach München geschickt um mal ein bisschen Feedback zu bekommen. Unser Fragebogen wird auch immer besser (finden wir!^^) und das Päuschen am Strand damit wohlverdient. 

Nach einiger Rumliege-Zeit haben uns dann doch die Wellen gelockt und wir sind voll Freude ins Wasser gestürmt. Am Strand sind uns noch die kleinen blauen quallenartigen Dinger aufgefallen, aber nach kurzer Überlegung haben wir beschlossen, dass die wohl kaum gefährlich sein können, wenn alle anderen trotzdem planschen.

Tjaaa, weit gefehlt! Fiese kleine blöde "blue bottles" sind das gewesen! Oder bei uns bekannt unter dem Namen "Portugiesische Galeere". Beim ersten Feindkontakt auf Höhe meines Bikinioberteils haben wir noch gedacht, naja, mei, brennt irgendwie, aber man sieht ja nix, egal, wieder rein. Beim zweiten Kontakt mit Luis Bein beim Verlassen des Wassers war dann schnell klar, wer der Übeltäter war. Die unglaublich langen, blauen Tentakeln klebten nämlich schön zierlich am Knöchel entlang am Bein, und man sollte sie NICHT anfassen^^

Ja, hinterher ist man ja so oft viel schlauer, der um Rat gebetene Lifeguard hatte dann Essig zur Hand und hat die von Schmerzen geplagte Lui von der ekligen Tentakel erlöst.

Etwas schummrig war uns dann schon zu Mute und irgendwie hat es schon so ein Stündchen etwas unangenehm gebrannt, so dass wir die geplante Jogging Runde lieber ausfallen lassen haben. Safety first, wie ihr wisst!

Aber weil wir ja keine Memmen sind, haben wir die Erkundung von Durbans Partymeile nciht ausfallen lassen und uns mit dem Taxi Richtung Florida Road bewegt. Die von wirklich vielen Leuten empfohlene Straße lockt mit Bars, Cafés und Restaurants, einer angenehmen und sicheren Atmosphäre sowie ungewohnt vielen Weißen. Der Name ist Programm, die Architektur erinnert stark an Floria, die Häuser sind sehr hübsch und irgendwie wirkt die Straße sehr malerisch. Also ein Ort mit Flair und ideal geeignet für den ersten Cocktail des Abends im "Keys".

Danach haben wir es nicht übers Herz gebracht, den Irish Pub zu ignorieren, und sind dort noch auf ein Guiness bzw. Kilkenny eingekehrt^^. Sehr lustig, in einer durch und durch afrikanischen Stadt plötzlich unter Engländern und Iren ein irisches Bier zu trinken ;-) Aber das macht Durban ja so aus: Multi- Kulti^^

Abgeschlossen wurde der Abend in einem Club mit sehr gemischtem Publikum und lustigerweise genau der gleichen Musik, die in Deutschland im Club auch laufen könnte. Also musikalisch sind die Unterschiede quasi nicht vorhanden. Wobei sich manchmal ein Hang zu den 90er Jahren feststellen lässt^^

Das Taxi hat uns dann wieder sicher bis vor die Hosteltür gebracht. Wie uns also von Hostelbewohnern und Mitarbeitern erzählt wurde, ist das Weggehen in bestimmten Gebieten hier wirklich gar kein Problem. Taxi muss halt sein, aber da man sich eh nicht anders bewegen kann ohne Auto und ÖPNV stellt sich die Frage gar nicht erst. Die Florida Road ist also einen Besuch wert und der Irish Pub wird uns sicher nochmal sehen^^ 

Samstag haben wirs gemütlich angehen lassen, die üblichen Verbesserungen an unserem Masterarbeitswerk wurden durchgeführt und der Strand kurz besucht. Ins Wasser hat es uns aber - ehrlich gesagt - nicht so gezogen, mit Hinblick auf die Freitagserfahrung und die vielen bläulich schimmernden kleinen Überreste der Blue Bottles am Strand. East Coast Radio war allerdings am Strand und hat uns gut unterhalten^^natürlich auch mit 90er- Hits^^ Und es war ganz schön was los! Hat man halt gemerkt, dass die Leute in Durban auch arbeiten müssen unter der Woche;-)

Abends haben wir dann unseren Jogging-Plan in die Tat umgesetzt und sind fast bis zum North Beach auf den wunderbaren Steg gejoggt. Und weil wir so unglaublich motiviert waren, das Ganze auch wieder zurück^^aber mit Cro im Ohr und Meerblick kann man das schon mal machen.. Danach waren wir zugegebenermaßen etwas platt und haben einen ruhigen Abend mit Reiseplanung und Fragebogen verbracht.

 

Ja und heute: Heute war quasi ein Pflichttermin, denn unsere Nachbarin, die Ushaka Marine World hatte heute zu Ehren ihres 10jähirgen Geburtstages verbilligte Eintrittspreise.

Wie ihr wisst, haben wir ihr ja anfangs sehr unrecht getan, sie ist zwar ein touristisches Ungetüm, aber sie hat echt auch was zu bieten. Nicht gerade die geschichtsträchtige afrikanische Historie, aber unterhaltungstechnisch kann man echt nicht klagen. Hübsch gemacht ist es auch^^ Und: man muss erwähnen, dass die Einheimischen oft und gerne dorthin gehen, wir haben das abgeklärt. Sogar Magash ist öfter da. Also alles in Allem viele gute Gründe, heute das Rutschenparadies mit wet'n'wild zu testen! ;) Das Wetter hat glücklicherweise auch perfekt gepasst, es war heute sehr sehr warm und windstill.

Ja, was soll man sagen: wir hatten Spaß! Viel Spaß für wenig Geld sogar^^

Ein saumäßige Gaudi waren diese Reifenrutschen, genauso wie der Wasserkanal, der an sämtlichen Aquarien vorbeizieht und nochmals einen Blick auf Delphine und Haie ermöglicht.

Bei den Rutsche müssen wir zugeben, habe wir ziemlich gekniffen. Die 2 Steilsten haben wir einfach ausgelassen. Am meisten hat uns nicht die Steilheit abgeschreckt, sondern die Bremsung, sah echt immer fies aus. Ok, man kann sich nciht so richtig rausreden, aber man muss ja auch nicht jeden Scheiß mitmachen.. Da genießt man lieber noch einen Sundowner auf dem Oberdeck der Wahooz- Strandbar und live Reggae Musik:-) wunderbar!

Danach gehts in Hostel, rein in die Sportklamotten und auf zum Steg! Heute gibts nur die einfache Strecke, übertreiben ist ja selten gut, und gehen zu Fuß am Meer entlang zurück. Auf dem Rückweg holen wir im Fischrestaurant der Ushaka (jaaa, das gibts da auch noch^^) eine Fischplatte für eine Person plus lecker Scampis mit Zaziki. Hehe jaja ^^

Da es bereits 18:00 Uhr ist, müssen wir auf den Dachterrasse in Dunkelheit essen, aber egal, Hauptsache draußen;-)

Viel mehr gibt es nicht zu berichten, außer dass morgen das Wochenende auch für uns vorbei ist und wir uns gut für unser "quasi zweites" meeting am Donnerstag vorbereiten müssen, Wir wollen uns ja nicht blamieren^^

Wir wünschen euch eine gute Nacht und schön, dass ihr alle so brav lest^^das motiviert doch gleich viel mehr!

P.S.: falls einige unrunde Formulierungen im Text enthalten sein sollten, wir merken, wir können immernoch kein richtiges Englisch, scheinen aber richtiges Deutsch zu verlernen. Alarmierende Erkenntnis!! Kurz und Gut: Sorry dafür! ;-)

 

 

 

 

Eine arbeitsreiche Woche ;-)

Donnerstag, 10.04.2014

Hallo ihr Lieben,

etwas später als gedacht melden wir uns mit den neusten Neuigkeiten aus Durban zurück!

Fast wären wir heut Opfer einer sehr angriffslustigen, pieksigen Palme geworden, die uns aus dem Sightseeing-Bus klatschen wollte! Das was ein sehr hinterhältiger Angriff und eine sehr brenzlige Situation! Aber wie Lui so schön sagte: "Das wär schon sehr lustig, wenn wir hier umgeben von gefährlichen Tieren und Menschen auf einmal von einem Palmwedel erschlagen werden sollten, das glaubt uns ja kein Mensch". Aber dazu später mehr. 

Erstmal möchten wir euch von unserm "quasi ersten" meeting berichten. Wir haben Susanna und Magash wie verabredet in der Ushaka Marine World getroffen. Allerdings nicht zum Essen, sondern zum Kaffee. Und Magash hat es sich nicht nehmen lassen, uns einzuladen. So war das nicht geplant! Aber: Nächstes Mal sind wir dran, das ist schon eingeplant ;-)

Magash ist total der nette Typ, er hat uns wieder mal unglaublich viel Hilfe angeboten. Zum Beispiel können wir mit ihm die Townships besichtigen und er wird uns auch zu unserem Treffen mit Kamal begleiten. Auch hat er Freunde bei der Polizei und uns angehalten, in gefährlichen Situationen nicht zu zögern und ihn einfach anzurufen. Sehr besorgt der Gute aber auch sehr sehr motivierend.

Susanna aus Hannover (hat sich mit dem Wort "Grundsteuerbuch" verraten) war deutsch-zurückhaltend, macht gänzlich andere Erfahrungen als wir hier in Durban und ist aber genauso hilfsbereit und informativ. Sie ist übrigens mit einem Südafrikaner verheiratet und lebt seit ca. 15 Jahren hier.

Nach dem kreislaufanregendem Kaffee sind wir doch noch kurz nach dem Meeting an den Strand um uns zu erholen^^.

Dienstag war ein totaler Arbeitstag! Wir haben den ganzen Tag über an unserm Fragebogen gefeilt und unsere Research Questions formuliert. Die Sonne hat draußen gebrannt und es ist uns nicht leicht gefallen, mit dem Wissen, dass der Strand nur 5 min entfernt ist, fleißig zu arbeiten.

Doch eine kleine Belohnung gab es in Form eines

guten Currys beim Inder und einem Sprung ins Meer am Abend dann trotzdem:-)   

                                   

Danach geht's wieder in die Hostel- Lounge und es wird noch fleißig gearbeitet.

Mittwoch Morgen begann sportlich. Schwitzend und Lui auch sonnenverbrannt sind wir die Strandpromenade entlang gehechelt, eigentlich war es nämlich schon zu heiß zum Joggen, aber wir lassen uns halt von nichts auf- oder abhalten! Haha, auf dem Weg zur Traumfigur!

Wieder einmal hat unser Arbeitsfleiß zugeschlagen: Wir quälen uns durch unser Proposal und beschließen, die Mittagshitze gegen 13:00 Uhr aus gesundheitlichen Gründen am Strand zu überbrücken. Der Wind bläst uns Sand in Nase, Augen und Ohren und wir entschließen uns, dass  Wellenplanschen die bessere Beschäftigung ist als Sonnenbaden.

Nach einem kleinen (seeehr kleinen) Abendsnack wird wieder gearbeitet. Was muss, das muss. Die ein oder andere Skype-Konferenz wird natürlich noch kurz zwischengeschoben :-)

Übrigens bekommen wir neuen, deutschen Export nach Südafrika geliefert: 

André und Philipp treffen hier am 2. Mai ganz frisch und unverbraucht ein :-)

Wir freuen uns schon darauf und schmieden schon fleißig Pläne für die Zeit!

Überhaupt haben wir noch so einiges vor. Nicht dass hier wieder ein falscher Eindruck entsteht, aber es gibt halt schon sehr viel zu sehen hier ;-) Ans Kap der guten Hoffnung werden wir uns schon noch mal bewegen:-) Die Drakensberge, das Valley of 1000 Hills und der Krüger National Park stehen ganz oben auf unserer To Do Liste!

Heute Morgen sollten wir um 10:00 Uhr !!! unser Zimmer für eine Teppich-Putz und Reinigungsaktion räumen und alle Dinge vom Boden entfernen. Man muss ergänzend hinzufügen, dass uns hier die Schlafkrankheit befallen hat und wir echt immer recht müde sind und viel schlafen müssen. Wir denken, dass liegt am humiden und heißen Klima und daran, dass unsere deutschen Körper sich noch nicht so richtig umgestellt haben.

Wir braven pünktlichen bayerischen Mädels waren ca 10 vor 10 fertig, jaaa und dann. Haben sie uns noch 3x gefragt, ob wir unser Zimmer vorbereitet hätten. Kommen wir heute Abend zurück: Nix passiert. 

Ja zu heute: Ab 13:00 Uhr haben wir uns eine 3-stündige Stadtbesichtigung via Rikschabus gegönnt!

Mal davon abgesehen, dass uns zu Beginn beinahe ein Palmwedel erschlagen hätte und die ganze Fahrt ein Palmwedeldauerangriff war, war es einfach wunderschön und äußerst informativ!

Aber macht euch doch einfach selbst ein Bild:

  Hier sieht man sehr deutlich die Unterschiede, die in dieser Stadt herrschen  die 2.größte Moschee der südlichen Hemisphäre Ein Haufen der Minibustaxis;-) 

 Beste Grüße aus Durban!

 

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Ushaka Marine World

Montag, 07.04.2014

Höchste Zeit für den Wochenendreport!

Am Samstag haben wir uns schweren Herzens doch dazu entschieden, die Touri-überprägte Ushaka Marine World zu besichtigen und einfach mal die Unterhaltungsangebote anzunehmen.

Man muss sagen, entgegen dem äußerlichen Eindruck bekommt man ein echt beeindruckendes Aquarium mit faszinierenden Lebewesen geboten. Auch wenn uns die Becken für die Tiere manchmal etwas beengt erschienen.

Allerdings waren grade die Haie und Rochen wirklich äußerst beeindruckend. Grade die Findet-Nemo-Haie mit diesen fiesen mehrreihigen Zähnen lassen den Puls schon mal in die Höhe schießen wenn da nur so ne dünne Glaswand vor dem rießen Hai ist.

   

Besonders spaktakulär waren auch die Meeresschildkröten, die so groß sind, dass man sich fragt wie die jemals schwimmen können, aber hey- sie können. Und wie^^

Unsere Aufmerksamkeit erregte auch die Schnorchelarea, die wir wohl oder übel dringend mal testen müssen.. Touri-Ding hin oder her! Da gibt es ein Meersalzaußenbecken mit lauter bunten Fischen drin und man kann da ein bisschen durch die Gegend schnorcheln. Tja, was will man denn mehr :-)

Als kleinen Mittagssnack haben wir uns die legendären Kartoffelspiralen gegönnt, die sehen so funky aus, da macht das Essen gleich doppelt Spaß, ihr wisst ja, das Auge isst mit^^

Im Anschluss haben wir uns noch die Delphinshow reingezogen, die anfangs etwas Stresspotenzial geboten hat, weil die Wartezeit bis zum Start der Show von einem sehr lustigen Kameramann überbrückt wurde, der per Kamera- auf- Leinwand so Späße wie "kiss for the camera" oder "we wanna see you dance" oder anderes angestellt hat.

Tja da wurden wir beide vielleicht unruhig^^

Die Delphine haben aber jeglichen Stress vorher wieder wettgemacht, sehr beeindruckend, was man denen beibringen kann.

Um uns noch etwas sportlich zu betätigen, aber gleichzeitig auch die Versorgung mit Nahrungsmitteln übers Wochenende zu sicher, haben wir uns nach der Marine World entschlossen, am Strand entlang Richtung Supermarkt zu joggen. Jedoch waren wir so übermotiviert, dass wir glatt am ersten vorbei gejoggt sind,-) und das uns! Haben daraufhin beschlossen, dass wir hier wirklich öfter mal joggen gehen werden, wenn das so gut geht^^.

Der Supermarkt war toll, voll rießig, und wir konnten uns endlich das im Hostel dringend benötigte scharfe Messer kaufen :-) Ebenso einen Schreibblock und ihr werdet staunen, Käse und Wurst gab es tatsächlich auch. Den Supermarkt merken wir uns!

Blöd nur, dass wir beim Verlassen des Supermarkts feststellen mussten, dass das Phänomen Sonne-geht-nicht-unter sondern fällt-vom-Himmel uns eine Dämmerungsumgebung geschaffen hatte, die die Nutzung eines Taxis in unsere Unterkunft aus Sicherheitsgründen unablässig machte. Jedoch- ganz ehrlich- zum Glück! Die Tüten waren schwer und der Weg nach Hause lang;-) Haben hiermit Taxi-fahren getestet und sind zufrieden.

Nach einer lustigen und sehr stummen Skype- Runde mit der Bock-Family haben wir die Party besucht, die in unserem Hostel an diesem Abend gestiegen ist.

Wir hatten ehrlich gesagt und haben auch immer noch keine Ahnung, worum es da genau ging, aber naja, es war halt eine Party. Eventuell hatte die auch gar nicht mehr Sinn als andere Partys bei uns^^

Auffällig war, dass wir die einzigen Ausländer waren und sich schon einige kulturelle Unterschiede  herausstellten :-) Die Südafrikaner haben das Tanzen einfach im Blut und da kann man sich als Deutscher schon mal etwas fremd vorkommen...aber die Leute waren sehr gastfreundlich und aufgeschlossen und haben die ganze Zeit geschaut, dass wir entertaint werden und dass es uns richtig gut geht! Uns beide hat es sehr gefreut, dass wir am Ende der Roof Top Party die Gelegenheit hatten mit 2 Frauen zu sprechen. Für die beiden war es unvorstellbar, dass wir in München nachts alleine heimlaufen können oder alleine U-Bahnfahren, noch dazu merkt man wie das Land, obwohl es für afrikanische Verhältnisse vermutlich eh schon mehr entwickelt ist, immer noch mit masiven Problemen wie HIV, Armut und Kriminalität zu kämpfen hat, zudem ist es immer noch sehr männerdominiert. Für die beiden war es genauso seltsam, dass wir einfach mal 2 Monate hier runter fliegen und unsere Masterarbeit schreiben und wir studieren können was wir wollen... es sind einfach völlig verschiedenen Welten! Wir hoffen, dass wir die beiden nochmal treffen! Auch wenn die Partys hier relativ früh vorbei sind (so gegen 24 Uhr), was für uns Nachtschwärmer auch etwas ungewohnt ist, sind wir voller neuer Eindrücke und fallen zufrieden ins Bett.

Der nächste Tag beginnt etwas träge, doch nach unserem guten Frühstück schmieden wir Pläne was der heutige Tag (Sonntag) bringen soll... wir entscheiden uns für eine Sightseeing-Bustour, um mal einen Überblick über die Stadt zu bekommen, doch die Menschen hier sind morgens sehr aktiv... so haben wir den letzten Sightseeing-Bus um 13 Uhr bereits verpasst. Kein Problem, dann verbringen wir halt den Sonntag in der Dangerous-Animals-Ausstellung! Ja das war wirklich etwas dangerous! Neben den kleinen Schock-Effekten wie klappernden Kisten oder Zischen, bringen die verschiedensten Schlangen wie Grüne Mamba oder Königskobra und Spinnen unser Herz-Kreislauf-System auf Hochtouren. Die Terrarien waren auch hier leider etwas zu klein, aber es war einfach unglaublich spannend die Tiere einmal so nah zu sehen. Noch mehr hat es uns überrascht, dass die Tierpfleger einfach so zu den Schlangen in den Käfig steigen, um diesen zu säubern!!! Nur bei der Königskobra wird eine Ausnahme gemacht, die wird vorher in ihre kleine Holzkiste gesperrt. Wahnsinn. Ebenso hat uns eine Python sehr fasziniert, die gerade ihr Essen verdaute und ungaublich fett in ihrem Terrarium lag. Puh nach so viel Herzklopfen geht es wieder an die frische Luft! Wir wandern die relativ neu angelegt Strandpromenade entlang, die an der Ushaka Marine World beginnt (hier liegt unser Hostel) und bis zum Stadium führt. Man läuft ca. 45 Minuten den belebten Strand entlang und hat immer wieder die Möglichkeiten irgendwo einzukehren. Das Toilettensystem ist übrigens auch spitzenmäßig hier! Wir wandern bis zu Stadium, was sehr hübsch ist, sehr dynamisch wirkt und fast schon einem riesigen Gewächshaus gleicht! Du hattest also recht lieber Klecks, das ist das Stadium ;). Pünktlich vor Sonnenuntergang sind wir wieder im Happy Hippo. Wie immer sind wir eigentlich die einzigen die auf der Dachterrasse essen, aber diesen Luxus lassen wir uns nicht nehmen ;) 

Sonntag-Abend waren wir wieder mal überaus fleißig und haben ein bisschen Literatur für unsere Arbeit gelesen!

Der Montag Morgen beginnt überaus produktiv! Wir erreichen Kamal (Projektmanager von Trenance Park 2 B) und er bestätigt unser Treffen am 17.4. Wir werden dort auch alle anderen wichtigen Leute treffen und hoffen, dass wir dann vielleicht auch die Chance bekommen unser Forschungsgebiet zusammen mit einem Guide zu besichtigen. Heute treffen wir uns mit Magsah und Susanna, die uns von Anfang an bei der Themenfindung geholfen haben und uns auch so viele Kontakte vermittel haben! Wir denken, dass wir die beiden in der Ushaka Marine World zum Essen einladen werden, wir berichten euch dann wie unser quasi erstes meeting hier war :) 

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